„ENTWERFEN IST ENTDECKEN UND ERFINDEN.“ Was bedeutet partizipatives, kooperatives, artenübergreifendes, koevolutionäres, symbiotisches Entwerfen? Welche zeitgemäßen Entwurfsmethoden sind dazu hilfreich? Wie garantieren wir ökologisch, sozial und ökonomisch faire Arbeit und Produktion in der Architektur? Wie verändert sich unser Berufsbild? Wie können wir als Architekt:innen mit suffizienten, konsistenten, effizienten und resilienten Entwürfen zur Überwindung der multiplen Krisen und damit zur Klimastabilisierung, Biodiversitätserhaltung, Ernährungssicherung und Eindämmung der Umweltverschmutzung beitragen? Es ist nicht mehr zu übersehen: wir Architekt:innen sind mit zentrale Verursacher dieser lebensbedrohlichen Situation. Es benötigt unsere sofortige und radikale Abkehr von einer anthropozentrischen hin zu einer biozentrischen Architektur. Wie verändern sich dadurch Objekt, Raum, Form, Konstruktion, Materialität und Oberfläche? Auf welche neuen Bedarfe, Nutzungen und Funktionen ist dabei zu achten und wie sehen die daraus folgenden Nutzungs- und Erschließungstypologien aus? Welche Auswirkungen haben diese Veränderungen auf Gebäude-, Quartiers- und Stadttypologien? Die Herausforderung besteht in nichts weniger als die WIEDERENTDECKUNG UND NEUERFINDUNG DER ARCHITEKTUR. Bis dahin gilt: AUFHÖREN ZU BAUEN! Fragen und Antworten diskutieren und bearbeiten wir interdisziplinär, multimedial und als Kollektiv in physisch-virtuell-hybriden Räumen unseres Vertical Studios. Informationen über unsere Lehr- und Lernformate, Lernziele und -inhalte, über die semesterbegleitende Literatur bzw. über unsere Vortrags- und Diskussionsreihen mit Gästen aus Wissenschaft und Kunst findest du wieder auf dem Studio-Blog.

Der Lehrstuhl für Wohnbau, Grundlagen und Entwerfen aka The Baukunst Studio startet im Sommersemester 2026 mit „ResiDensity“ ein Realisierungsprojekt zum Thema temporäres Wohnen für Künstlerinnen. Die längerfristig angedachte Kooperation mit dem Kunstverein Neuhausen stellt sich die Frage, wie seine Innen- und Außenräume Räume der ehemaligen Jesuitenkirche weiter transformiert werden können. Der Standort des Kunstvereins Neuhausen grenzt an den internationalen UN-Stützpunkt und die Bundesschule des THW in Neuhausen/Fildern. An diesem besonderen Ort herrscht eine außergewöhnliche kulturelle, biologische und architektonische Dichte. Bestehende ortsspezifische Installationen binden bereits heute Bäume, Pflanzen und andere Lebewesen aktiv in die räumliche Situation ein. Diese Voraussetzungen machen den Topos zu in die räumliche Situation ein. Diese Voraussetzungen machen den Topos zu einem idealen Ausgangspunkt um Fragen nach ökologischer und baukünstlerischer Transformation im Sinne eines transdisziplinären Entwerfens und Handelns zu stellen. Wir werden gemeinsam im Studio, in den Werkstätten der Akademie und auch am Areal des Kunstvereins recherchieren, diskutieren und dokumentieren. Ganz im Sinne einer zeitgemäßen Entwurfspraxis werden wir gleichzeitig altes und neues entdecken und erfinden. Wir gestalten und erzeugen multidisziplinär und multimedial in Zeichnungen, Montagen, Modellen, Fotografien, Videos und 1:1 in prototypischen Installationen. Im Zentrum unserer Interessen stehen Entwurfsprozesse, die im Dialog mit dem Ort, seiner Geschichte und seinem ökologischen Bestand stehen: ressourcenschonend, selbst baubar, realisierbar. Wir untersuchen dazu Bedingungen von Kohabitation und von Lebendiger Materie (Jane Bennet) – Lebensräume von Menschen, nichtmenschlichen Tieren, Pflanzen und anderen Entitäten (Bruno Latour). Unser Realisierungsprojekt „ResiDensity“ wird begleitet durch eine Ausstellung im Kunstverein Neuhausen. Ein Entwurf bzw. eine Kombination von Entwürfen soll in den folgenden Semestern umgesetzt werden und die vorhandene Infrastruktur des Kunstvereins Neuhausen mit Wohn- und Arbeitsräumen für Gastkünstlerinnen erweitern. Unsere Semesterexkursion führt uns nach Berlin und Potsdam. Wir erkunden die Filmuniversität Babelsberg und thematisch für uns interessante Lebensräume dieser Metropolregion von europäischer Bedeutung – einer einzigartigen Stadtlandschaft, in der sich Kultur- und Naturräume miteinander verweben: Naturkultur (Donna Haraway). Wir lesen und besprechen Texte, und disziplinübergreifende Projekte, schauen gemeinsam Filme an, laden Gäste zu Vorträgen und Diskussionen in unseren Digital Lounges, recherchieren, experimentieren, dokumentieren, präsentieren und tauschen uns in Gruppen und in regelmäßigen Klassengesprächen aus.

Sommersemester 26

(7) Von der virtuellen Zeichnung zum physischen Objekt

Wir haben in einem ersten Schritt die lebhafte* temporäre Installation für eine Kohabitation zwischen Konstruktionen, Pflanzen und Menschen im Baukunststudio mittels CAD-Zeichnungen dreidimensional erfasst. In einem nächsten Schritt transformieren wir diese virtuellen Zeichnungen in physische Objekte mithilfe von künstlerischen Übertragungstechniken. Wir achten auf die Wahl unserer Materialien. Warum genau dieses? Was haben die verwendeten Materialien mit unserer Installation, mit unseren Zeichnungen und mit uns selbst zu tun? Achtsamkeit bezüglich Resourcenverbrauch und Wiederverwendung ist ist uns Wichtig. Am 23. April hängen wir unsere Artefakte als Diskussionsbeiträge in den Gängen auf. Am 30. April installieren wir unsere nochmals überarbeiteten Artefakte im Baukunststudio und teilen sie dort.

*Jane Bennett: Lebhafte Materie. Eine politische Ökologie der Dinge, 2020

Neues aus den Salongesprächen: Darmstadt in Stuttgart

Das Baukunststudio der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste freut sich der Einladung des Fachgebiets Architekturtheorie und -wissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt und der Schader-Stiftung folgen zu dürfen. Im Rahmen der Reihe “Menschen, Maschinen, Kodizes. Architektur und Philosophie im Gespräch” finden vier Salongespräche zu vier verschiedenen Schwerpunkten statt: 1. Alltag und Büro, 2. Nachbarschaft und Quartier, 3. Stadtraum und Umland, 4. Ethik und Ästhetik der Datenspeicherung. Das Baukunststudio hat vor mit einem eigenen Format sich zu beteiligen und zu interagieren. Jeweils vier unterschiedliche Student:innengruppen sollen als „Delegationen aus Stuttgart“ die vier „Darmstädter Salongespräche“ besuchen, multimedial dokumentieren, filmisch zusammenfassen, künstlerisch interpretieren und den „zu Hause“ gebliebenen Student:innen vorstellen. Die dabei entstehenden Kurzfilme dienen als Basis zur Diskussion in der Klasse und dienen als einer der theoretischen Inputs für die angewandten Entwurfsarbeiten zum Thema „ResiDensity“ im Kunstverein Neuhausen.

(8) Self-Residency

Wir teilen unser KOLLEKTIVTIV in Gruppen auf. Wir entdecken am Mittwoch, den 13. Mai Orte im Kunstverein, die wir gemeinsam mit anderen Entitäten** bewohnen wollen. Wir werden uns den Ort auch mit unseren Kommiliton:innen aus IMG teilen. Wir planen und realisieren für sie mit. Wie verhält sich Co-living aus Dingen, Pflanzen, Menschen, nichtmenschliche Tieren und anderen Lebewesen? Was brauchen wir als temporäre Bewohner:innen? Wie könnte es aussehen? Welche Orte sind dafür geeignet? Wir besetzen und markieren die von uns gefundenen Orte mit Tapes und Seilen o.d.gl. und beginnen terrestrische*** Multi-Species-Habitate für zwei Tage und eine Nacht zu erfinden. Wir verbrauchen dazu keine neuen Ressourcen. Wir nutzen um. Wir verwenden wieder. Wir konzipieren wie und was wir in dieser Zeit im Kunstverein Neuhausen kochen und essen. Wir stellen unsere Habitate und unser Zusammenleben am Donnerstag, den 14. Mai im Baukunststudio multimedial als Konzepte zur Diskussion. Wir treffen Vorkehrungen für die Beschaffung und den Transport unserer Utensilien. Am Mittwoch, den 20. und am Donnerstag den 21. Mai bauen wir unsere Multi-Species-Habitate und richten uns ein. Wir beginnen unsere künstlerische Bestandaufnahme vor Ort. Wir öffnen unsere Habitate, unser Zusammenleben, unser temporäres Wohnen und Arbeiten einem interessierten Publikum performativ als Soziale Plastik.

**Bruno Latour: Das Parlament der Dinge, 2009

***Bruno Latour: Das terrestrische Manifest, 2018

(9) Artistic Inventory

Wir setzen unsere Entdeckungen fort. Wir dokumentieren den Ort mit unterschiedlichen Werkzeugen und in unterschiedlichen Medien, wie u.a. Texte, Handzeichnungen, Fotografien oder Videos und erzeugen virtuelle und physische Artefakte. Wir erfassen den Ort dreidimensional in CAD. Wir fertigen daraus maßstäbliche Bestandspläne an – immer bestehend aus Grundriss, Schnitt, Detail und perspektivischer Darstellung. Wir bauen ein Bestandsmodell. Dabei bilden wir immer lebhafte Materie ab. Wir greifen dabei auf unser Wissen zu künstlerischen Übertragunstechniken zurück. Was sind unsere Materialien für Zeichnungen und Modelle? Was verstehen wir unter einer künstlerische Bestandaufnahme? Achtsamkeit bezüglich Resourcenverbrauch und Wiederverwendung ist ist uns weiterhin wichtig. Ab dem 13. Juni teilen wir unser Artistic Inventory im Kunstverein Neuhausen mit der Öffentlichkeit.

(10) Artist-Residency

Auf der Exkursion in Berlin konnten wir verschiedene Residenzen kennenleren. Während unserer Self-Residency im Kunstverein Neuhausen haben wir am eigenen Leib erfahren, wie sich temporäres Wohnen dort anfühlen kann und was mögliche Bedarfe sind. In unserer künstlerischen Bestandsaufnahme haben wir den Ort und die jetzigen nicht-menschlichen Bewohner:innen kennengelernt und dokumentiert. Wir entwerfen eine terrestrische Residenz, die das temporäre Leben von 2 bis 3 Künstler:innen und das permanente Wohnen anderer Lebewesen im Kunstverein unterstützt. Wir achten auf Realisierbarkeit, Selbstbau, Konstruktion, Materialität, Reversibilität. Ein sensibler Umgang mit unserer Mitwelt ist uns weiter sehr wichtig. Am 1. Juli stellen wir unsere Ideen einer multidisziplinären Expert:innenjury bestehend aus Künstler:innen, Techniker:innen, Wissenschaftler:innen und Vertreterinnen des Kunstvereins und der StadtNeuhausen zur Diskussion. Wir bauen dazu eine fragmentarische, aber umfassende Dokumentation des gesamten Entwurfsprozesses bestehend aus den Artefakten der Self-Residency, der Artistic-Inventory und der Artist-Residency in den Räumlichkeiten des Kunstvereins auf. 

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Wintersemester 25/26

Wohnbau betrachtet bzw. beinhaltet alle Maßstäbe von der Raumplanung, dem Städtebau, dem Hochbau bis hin zum Möbelbau. Was bedeutet partizipatives, kooperatives, artenübergreifendes, koevolutionäres, symbiotisches Entwerfen von Wohnbauten? Welche zeitgemäßen Entwurfsmethoden sind dazu hilfreich? Wie garantieren wir ökologisch, sozial und ökonomisch faire Arbeit und Produktion in der Architektur? Wie verändert sich unser Berufsbild? Wie können wir als Architekt:innen mit suffizienten, konsistenten, effizienten und resilienten Entwürfen zur Überwindung der multiplen Krisen und damit zur Klimastabilisierung, Biodiversitätserhaltung, Ernährungssicherung und Eindämmung der Umweltverschmutzung beitragen? Es ist nicht mehr zu übersehen: wir Architekt:innen sind mit zentrale Verursacher dieser lebensbedrohlichen Situation. Es benötigt unsere sofortige und radikale Abkehr von einer anthropozentrischen hin zu einer biozentrischen Architektur. Wie verändern sich dadurch Objekt, Raum, Form, Konstruktion, Materialität und Oberfläche? Auf welche neuen Bedarfe, Nutzungen und Funktionen ist dabei zu achten und wie sehen die daraus folgenden Nutzungs- und Erschließungstypologien aus? Welche Auswirkungen haben diese Veränderungen auf den Wohnbau im Speziellen und auf Gebäude-, Quartiers- und Stadttypologien im Allgemeinen? Die Herausforderung besteht in nichts weniger als der NEUERFINDUNG DES WOHNBAUS.

Fragen und Antworten diskutieren und bearbeiten wir interdisziplinär, multimedial und als Kollektiv in physisch-virtuell-hybriden Räumen unseres Vertical Studios. Lehrinhalte und Lehrziele entwickeln wir wenn möglich gerne gemeinschaftlich, prozessual und diskursiv. Dazu stehen uns unterschiedliche Formate zu Verfügung. Wir lesen und besprechen Texte, laden Gäste zu Vorträgen und Diskussionen in unsere Digital Lounges, recherchieren, experimentieren, dokumentieren, präsentieren und tauschen uns in Gruppen und im Plenum aus. Mehr dazu erfahrt ihr unter den Links „The Baukunst Studio“, „Literatur“ und „Studio Gäste“, in den Beschreibungen der Schwerpunkte, im Laufe des Semesters und unter thebaukunststudio.de.

Das kommende Semester wird ein Experiment in Koexistenz in den Räumlichkeiten des Baukunststudios. Das Atelier verwandelt sich in einen Lebensraum für Menschen und Pflanzen. Was für Bedürfnisse und Anforderungen stellen und teilen sich Menschen und Pflanzen?Wann ist es dir/ mir zu kalt, zu heiß, zu trocken, zu feucht, zu hell zu dunkel…?Beide haben Anforderungen an ihr Umfeld und Wege ihr Milieu zu manipulieren.
Diese Überschneidung der Bedürfnisse ist eine Chance für Inter-Spezies Annäherung. Architektur wird zu einem Werkzeug mit dem wir Klima, Grenzen und Verantwortlichkeiten bewusst gestalten. Im Maßstab 1 zu 1 untersuchen wir, teilen wir und bauen wir einen Raum für Pflanze und Mensch. Jede/ Jeder trägt die Verantwortung für eine Pflanze und gemeinsam für alle. Wir erforschen wie man die Bedürfnisse von Mensch und Pflanze erkennt und Lebewesen mithilfe von entwerfen, planen und bauen hilft. In einer Rauminstallation übersetzen wir unsere Erkenntnisse und transformieren das Studio gemeinsam in eine sorgetragende Architektur.

(1) Mit welcher Pflanze will ich zusammenwohnen?

Wo wohnt diese Pflanze jetzt?
Hat diese Pflanze schon Mitbewohner?

Würde sie gerne mit mir wohnen?
Was sind ihre und meine Bedürfnisse?
Wie kümmern wir uns um diese Pflanze?

Und was ist eigentlich Wohnen?

Macht hierzu ein Video mit ca. 3 Minuten Dauer. Ladet eure Videos bis Montag, 20.10.25. um 9:00 auf den Blog hoch.

Bringt diese Pflanze am 20.10. um 14:00 mit ins Baukunststudio. Retten, teilen, sich schenken lassen nicht kaufen nicht klauen!

(2) Studieren von Literatur

Um einen Überblick zu unserem Semesterthema zu bekommen, lesen wir Auszüge aus unserer Literaturliste. Die Texte stammen von Autor:innen aus ganz unterschiedlichen Disziplinen. Die zentrale Lektüre ist Sein und Wohnen von Florian Rötzer. Ihr werdet das Buch über das Semester vollständig lesen. Zudem gibt es einen Textabschnitt, den ihr für eine Diskussion im Studio aufbereiten werdet. Schaut hierzu im Blogeintrag Literaturvorträge nach.

Was ist meine Position zu dem Text? Gibt es Verbindungen zu anderen Texten oder Textstellen? Gibt es Bezüge in meinem Umfeld? Was ist der Zusammenhang zum gesamten Buch? Sucht euch dabei Zitate heraus, die euch bei eurem Diskussionsbeitrag unterstützen.
Wir diskutieren in der großen Runde mit je ca. 20 Minuten pro Beitrag.

WAS IST ZITIEREN (und was ist mir besonders wichtig) ?

Das Zitat (lateinisch citatum „Angeführtes, Aufgerufenes“ zu lat. citāre „in Bewegung setzen, vorladen“) ist eine wörtlich oder inhaltlich übernommene Stelle aus einem Text oder ein Hinweis auf eine bestimmte Textstelle. Auch Inhalte aus anderen Medien können übernommen werden: Es gibt z.B. auch Bild-, Musik- und Filmzitate.

(3) Wie leben Pflanzen?

Auf Grundlage der Hybridlounge und der Literatur vertiefen wir unser Wissen in Pflanzenphysiologie. Hierzu bilden wir am 27.10.25 drei Expert*innen Gruppen.

Luft/ Licht
Wie genau findet Photosynthese statt?
Wie wird Kohlenstoff in Pflanzen eingelagert?
Was für Auswirkungen haben Pflanzen auf die Atmosphäre?
….

Wie kann das Baukunststudio verändert werden um auf die Verbindung von Pflanzen, Luft und Licht einzugehen?
Macht einen Vorschlag als Zeichnung/ Darstellung.

Wasser
Wie wird Wasser in Pflanzen aufgenommen und dort transportiert?
Wie funktioniert Transpiration?
Wie verändert sich Wasser in Kreisläufen mit Pflanzen?
….

Wie kann das Baukunststudio verändert werden um auf die Verbindung von Pflanzen und Wasser einzugehen?
Macht einen Vorschlag als Zeichnung, Darstellung.

Erde
Was für Erde(n) benötigen Pflanzen?
Was für Nährstoffe ziehen sie aus dem Boden?
Welche Koexistenzpartner finden sich im Erdreich?

Wie kann das Baukunststudio verändert werden um auf die Verbindung von Pflanzen und Erde einzugehen?
Macht einen Vorschlag als Zeichnung, Darstellung.

Recherchiert und bereitet Wissen auf um es im Studio mit allen zu Teilen. Das Format ist ein Booklet welches immer wieder dazu genutzt werden kann auf euren Wissensschatz zurückzugreifen. Ladet es als PDF Format auf den Blog hoch. Das Booklet wird am 10.11.25. durch die jeweilige Gruppe im Studio präsentiert. Pro Gruppe jeweils eine halbe Stunde.

(4) Wie können wir uns helfen?

Jetzt wendet ihr euer Wissen an! Sei es in Anbetracht auf Luft, Licht, Erde oder Wasser. Was sind die Bedürfnisse meiner Pflanze? Was die Mechanismen mit denen sie im Alltag agiert? Wie kann ich als planende, schaffende Person meine Pflanze beim Leben unterstützen? Als architekturschaffende Personen könnt ihr eure Fähigkeiten in Planen, Entwerfen und Bauen benutzen, um symbiotische Potenziale aufzudecken und weiterzudenken.

Entscheidet euch für ein Phänomen und entwerft ein Konzept das sich auf eure eigene Pflanze bezieht.

(A) Im ersten Teil des Beitrags verwendet ihr das Medium des Films als spekulatives Werkzeug. Das ermöglicht euch in den kleinsten und größten Maßstäben zu denken und eure Ideen im Studio zu teilen. Ladet eure Videos bis Montag, 17.11.25. um 9:00 auf den Blog hoch.

(B) Im zweiten Teil des Beitrags setzt ihr eure Idee um. Wie übertrage ich das Konzept auf meine Pflanze im Baukunststudio?Wie interagiert diese Übertragung mit mir und den anderen Bewohnern des Baukunststudios? Nutzt die Werkstätten der Akademie um ein Objekt zu schaffen welches eure Pflanze beim Leben unterstützt. Stellt euer Objekt am 08.12.25 im Baukunststudio vor.

(5) Das Baukunststudio verwandelt sich!

Das Wissen, die Erkenntnisse und eure Objekte, die über das Semester entstanden sind, dienen als Ausgangspunkte für eine Installation die das ganze Baukunststudio umfasst.

Ihr entwickelt und baut als Gruppe eine sorgetragende Architektur die eure Konzepte 1 zu 1 anwendet und über das Semester hinaus weiterträgt.

(A) Wir schließen uns zu einem Kollektiv zusammen und finden einen Namen.

Wir bilden Teilgruppen und Arbeitsteams.

Die Teilgruppen erarbeiten Entwürfe um sie dem Kollektiv vorzuschlagen.

Die Arbeitsteams arbeiten auf der Ebene des Kollektivs.

Ein Arbeitsteam ist zuständig für die Bestandspläne:
– Grundriss 1:20
– Schnitt A 1:20
– Schnitt B 1:20
– Schnitt C 1:20

Ein Arbeitsteam ist zuständig die Entwurfszeichnungen der Teilgruppen:
– Grundriss 1:20
– Schnitte 1:20
– Weitere Darstellungen

Ein Arbeitsteam ist zuständig für die Realisierung:
– Beschaffung und Lagerung der Materialien
– Realisierungskonzept: Bauzeitplan, Produktion, Aufbau, Rückbau

Fertigt bis zum 15.12.25. die Bestands- und Entwurfszeichnungen an und bringt das Realisierungskonzept und das Material mit. Im Workshop führen die Arbeitsteams die Bestandszeichnungen, die Entwurfszeichnungen und die Realisierungskonzepte zusammen.
Es wird gebaut – die Installation entsteht.

(B) Im zweiten Abschnitt findet der Bau der Installation statt. Am 12.01.26 um 13:00 Uhr treffen wir uns im Baukunststudio. Am Werkstatttag habt ihr die Möglichkeit die Werkstätten gezielt zu nutzen. Wir arbeiten am 19.01.26 in einem Workshop-Format gemeinsam an der Installation und zelebrieren am 20.01.26 den Abschluss im Baukunststudio.

(6) Semesterreview

Buch: Abstract / Text mit Filmtitel und Regiekonzept in Text und Bild bis zum 26.01.26
Film ca. 15 Minuten und Blogeintrag bis zum 02.02.

Erstellt ein Video als Semesterreview mit besonderem Fokus auf dem Prozess. Bezieht den Studiobrief inklusive Semesterprogramm, eure eigenen Diskussionsbeiträge, die Literatur, die Beiträge der Gäst:innen in den Hybrid Lounges und alle Inputs und Diskussionen im Baukunststudio mit ein.

Als ersten Schritt formuliert eine inhaltliche Idee (Buch) und einen Titel und darüber hinaus eine filmische Idee (Regiekonzept). Sichtung und Auswahl des Bild- und Tonmaterials. Erarbeiten von zusätzlichem Material. (Orientiert euch bei eurer Arbeit an der „Handreichung Filme Bauen“.)

Verfasst Zeichnungen und Beschreibungen der einzelnen Szenen und Bilder (Storyboard), Probeeinstellungen, Grobschnitte, Preview.

In einem Screening am 02.02.26 an der Akademie schauen wir eure Beiträge an und feiern den Abschluss des Semesters!