FLORIAN RÖTZER – SEIN UND WOHNEN: 
 

Seite 9: „Mit denn sogenannten „Smart Homes“ holen wir Maschinen als vermeintliche Diener in den privaten Raum“ 

→ auch in der Küche immer mehr Technik, die dadurch z.T. Auch viel über Privatleben und Lebensumstände weiß (Personenanzahl, Ernährungsweise, Gesundheit, etc.) → Überwachung könnte in den falschen Händen zu Kontrolle / Machtmissbrauch führen 

Seite 11: 

„Wohnen ist mit dem Verhalten zum Gast verwoben“ 

→ Gäste zu beherbergen und / oder Festessen zu veranstalten sagt einiges über die Umstände des Wohnens einer Person aus → v.a. Betreffend Essen, Vorbereitung für das Event (wer übernimmt dies?), Beschäftigung / „Programm“ während des Festessens mit Gästen 

Seite 25: 
„Nach der Kochhypothese veränderte sich mit dem stationären Feuer und der vermehrten Energiezufuhr durch gekochte Nahrung auch der Körper des Menschen:“ 

→ Der Gedanke, dass Essen und die Art der Essenszubereitung den Mensch so maßgeblich geprägt hat ist spannend und misst dem Essen eine sehr hoch gestellte Bedeutung in unserer Entwicklung zu. 

Seite 18:
“Leben ist Wohnen – zunächst in einem Körper mit einem Wall, einer Mauer, einem Bauwerk, in dem sich ein Innen geschützt und konzentriert aufspannen kann. (…) Und ein Körper ist auch eine Wohnung für viele weitere Gäste und Eindringlinge. Die Wohnung bildet eine Abgrenzung, die weitere Abgrenzungen hervorbringt oder impliziert. Niemand wohnt alleine, es gibt keine Single, selbst eine Festung muss mit der Außenwelt verbunden und damit gegenüber Mitbewohnern und Immunsystem offen sein. Der vollkommene Einschluss, die absolute Sicherheit, bedeutet gleichzeitig den Tod und die Unfruchtbarkeit.”

Seite 17:
“Leben entsteht, wo ein Wohnraum und damit eine Grenze geschaffen wird, die eine Außenwelt konstruiert.”

Seite 18:
“Der vollkommene Einschluss, die absolute Sicherheit, bedeutet gleichzeitig den Tod und die Unfruchtbarkeit.”

JAMES SUZMAN – SIE NANNTEN ES ARBEIT:

Über die biblische Herleitung der Arbeit/Arbeitswoche:

“Weil die Menschen nach dem Bild Gottes erschaffen worden seien, werde auch von ihnen erwartet […] jeweils sechs Tage zu arbeiten und sich am siebten auszuruhen […].” (S. 24)

Über die soziologische Bedeutung von Mythen:

“Carl Gustav Jung [vertrat] die These, Mythen seien nichts weniger als die destillierte Essenz des ‘kollektiven Unbewussten’ der Menschheit. […] Für Claude Levi-Strauss […] bildeten die gesammelten Mythologien unserer Welt zusammengenommen ein großes und unübersichtliches Rätselbild, das, wenn es sich richtig entschlüsseln ließe, die ‘Tiefenstrukturen’ der menschlichen Psyche offenbaren würde.” (S. 26)

Über den physikalischen Begriff von Arbeit:

“‘Arbeit’ […] als Bezeichnung für die Kraft, die erforderlich ist, um einen Gegenstand so zu beschleunigen, dass er eine bestimmte Strecke zurücklegt.” (S. 30)

(S. 10) “Immerhin arbeiten wir, um zu leben, und leben, um zu arbeiten, und sind so gestrickt, dass wir uns in fast jedem Beruf Sinn, Erfüllung und Stolz holen können, sei es aus der monotonen rhythmischen Gymnastik des Schrubbens von Fußböden oder sei es aus dem Ausbaldowern von Steuerschlupflöchern.”

(S. 12) Zum auf Knappheit beruhenden Wirtschaftssystem: “Für den klassischen Ökonomen ist es also die Knappheit, die uns dazu bringt, zu arbeiten, denn nur durch Arbeit – indem wir herstellen, produzieren und mit knappen Ressourcen handeln – kommen wir dem Ziel näher, die Kluft zwischen unseren anscheinend grenzenlosen Wünschen und unseren begrenzten Mitteln zu überbrücken.”

(S. 14) “[…] das Einzige, was Arbeit von Freizeitbeschäftigung unterscheidet, der Kontext ist, einschließlich der Frage, ob wir für das, was wir tun, bezahlt werden oder ob wir dafür bezahlen. Einen Elch zu erlegen, ist für einen vorzeitlichen Jäger Arbeit, für viele heutige Jäger hingegen eine aufregende und oft sehr teure Freizeitaktivität;”

(S. 15) “Unsere Grundbedürfnisse verzahnen sich oft so eng mit unseren Wünschen, dass sich beide nicht mehr entwirren lassen.”

(S. 14)” […], dass wir unter Arbeit sehr viel mehr verstehen als nur das, was wir tun, um gegen das Knappheitsproblem anzugehen.”

(S. 15) “Unsere Grundbedürfnisse verzahnen sich oft so eng mit unseren Wünschen, dass sich beide nicht mehr entwirren lassen.”