Ökologisches Bauen

Der Bau von CO₂-neutralen Gebäuden und die Sanierung bestehender Gebäude zählen zu den kosteneffizientesten und unmittelbarsten Maßnahmen gegen den Klimawandel. Im Laufe der Jahre wurde ein einzigartiges, umweltfreundliches und energieeffizientes Bausystem entwickelt, das natürliche Materialien nutzt und sogenannte „atmende Wände“ integriert. Diese Bauweise erfordert keine Dampfsperre und ermöglicht eine vorteilhafte Interaktion der Gebäudehülle mit dem Innenklima.

Bestehende ökologische Gebäude

Bis heute wurden 125 ökologische Gebäude nach strengen Umweltstandards errichtet. Bekannt ist die Siedlung für ihre Häuser aus recycelten Whiskyfässern, das Nature Sanctuary aus lokalem Stein und Fassmaterialien, sowie für experimentelle Klein- und Mobilhäuser. Neue Gebäude nutzen passive Solartechnologien und verfügen über 2,5-mal mehr Dämmung als von den schottischen Bauvorschriften gefordert. 

Zusätzlich wurden Bauweisen wie Strohballenhäuser und das „Earthship“-System mit recycelten Autoreifen erprobt. Innovation und Energieeffizienz bleiben zentrale Entwicklungsthemen.

Beispielprojekte

– Moray Art Centre (2008): Ein Kunstzentrum mit Fotovoltaikanlagen und Erdwärmepumpen, das regionales Material und Handwerkskunst vorbildlich integriert.  

– Soillse (2011–2014): Eine CO₂-neutrale Mehrgenerationen-Wohnanlage mit Biomasse-Heizung und superisolierten Häusern (425 mm dicker Block, Dreifachverglasung).

– East Whins (2012): 20 energieeffiziente Häuser mit passiver Solartechnik auf einem brachliegenden Grundstück.  

– West Whins (2017) und North Whins (2019): Wohnungen für erschwingliches Wohnen mit modernsten ökologischen Standards.

Ökologische Bauweise

Wesentliche Merkmale der Gebäude sind:

– Passive Solarenergie: Optimierte Orientierung und Fensteranordnung.

– Solartechnik: Solarpaneele für Warmwasser.

– Heizsysteme: Fernwärme mit effizientem Gas-Brennwertkessel.

– Superdämmung: U-Werte von 0,2 W/m²K (Dach, Wände, Böden).

– Energieeffiziente Details:*Dreifachverglasung (U=1,65 W/m²K), LED-Beleuchtung, Zellulosedämmung aus Recyclingpapier.

– Ungiftige Materialien: Organische Farben, Klebstoff- und formaldehydfreie Holzplatten.

– Lokale Rohstoffe: Holz aus nachhaltigen Forsten, Naturstein für Wege und Terrassen.

– Innovative Konstruktionen: Atmende Wände für Luftaustausch und Holzfußböden mit Unterlüftung gegen Radonbildung.

– Wassereffizienz: Regenwassernutzung und wassersparende Sanitäreinrichtungen.

– Gemeinschaftseinrichtungen: Gemeinsame Küchen, Waschräume und Lounges zur Ressourcenschonung.

– Einfacher Bau: Holzrahmenkonstruktionen für den Selbstbau

Mit unserem Projekt wollten wir aufzeigen, wie wir uns ein integrales Wohnen zwischen Mensch und Natur vorstellen

Dazu haben wir folgende Maßnahmen getroffen:

-ein Dachgarten und eine Filteranlage, um das Regenwasser zu nutzen und zu filtern. Zusätzlich dazu Gewächshäuser für die Selbstversorgung 

-eine Zisterne für die Nutzung des Regenwassers (kann auch für das Befüllen des Fischteichs genutzt werden)

-Solarpaneele für den autarken Betrieb des Gebäudes

-modulare Wände (Wärme der Küche kann ins Esszimmer übergehen)

-der Mensch muss sich stetig um die Vegetation in auf und unter dem Haus kümmern

-Nistkästen

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