Der Pilz am ende der Welt (Anna Tsing)

“Für den Wald muss man aber unentwegt arbeiten, nicht um ihn zu einem Garten zu machen, sondern um ihn offen und einer Vielzahl von Arten zugänglich zu halten. Eine Struktur, die der Mensch aufrechterhält, indem er Bäume stutzt, Tiere weiden lässt und Feuer legt. Andere Arten gesellen sich hinzu und machen sich den Wald zu eigen. “

(S.382)

-für die Architektur würde das bedeuten die Grundlagen für ein gemeinschaftliches Arbeiten zu schaffen welches die intellektuelle Arbeit voranbringt.

“In »Die Tragetaschentheorie der Fiktion« argumentiert Ursula Le Guin, dass Geschichten vom Jagen und Erlegen den Leser glauben machen, dass die Heldentaten Einzelner die Quint- essenz einer Erzählung ausmachen. Ihr Vorschlag lautet statt- dessen, beim Geschichtenerzählen verschiedene bedeutsame und belangvolle Dinge aufzulesen und sie einzusammeln, also eher wie ein umherziehender Sammler vorzugehen als wie ein  Jäger, der es ,auf fette Beute abgesehen hat. Bei dieser Art des Geschichtenerzählens sollten die Geschichten nie enden, son- dern zu weiteren Geschichten führen. ” (S. 384)

– Architektur kann nicht durch einzelne „Star Architekten „vorangebracht werden, sondern durch Kollektive die aus verschiedensten Feldern „sammeln“ werden und so neue Abenteuer und Geschichten voranbringen werden.

Sein und wohnen (Florian Rötzer)

„Leben ist Wohnen- zunächst in einem Körper mit einem Wall, einer Mauer, einem Bauwerk, in dem sich ein Innen geschützt und konzentriert aufspannen kann. Das heißt, ein Körper eines vielzelligen Lebewesens ist immer auch eine Wohnung für viele Mitbewohner, die eine ausdifferenzierte Gemeinschaft von Zellen bilden, die wiederum aus Räumen und Mitbewohnern besteht.“ (S.18)

(Verfasser: Mathilde)